Zwei Stunden gefahren, und am Ende steht 96 da.
Die Zahl wirkt wie ein Messergebnis. Sie hat Nachkommastellen, sie erscheint ohne Nachfrage, sie lässt sich mit gestern vergleichen. Aber sie ist kein Messwert: Kein Gerät hat sie erfasst. Sie wurde ausgerechnet — aus der Dauer deiner Einheit und aus einem Wert, der beschreibt, wie hart sie im Verhältnis zu deiner persönlichen Schwelle war.
Das ist keine Kritik. Eine Rechnung kann sehr nützlich sein. Aber es lohnt sich zu wissen, was gerechnet wurde — denn daraus folgt, was die Zahl sagen kann und was nicht.
TSS ist eine Rechnung, keine Messung: Dauer mal Intensität im Quadrat. Als Summe über Wochen hängt sie mit deiner Entwicklung zusammen. Als einzelne Zahl sagt sie weniger, als sie aussieht.
Alle drei Sätze sind wichtig — auch der mittlere. Dieser Artikel handelt nicht davon, dass die Zahl nichts taugt.
1 · Fünf Kürzel, die ständig verwechselt werden
Rund um diese Zahl kursieren fünf Abkürzungen. Sie bezeichnen verschiedene Dinge, und zwei davon werden besonders oft gleichgesetzt, obwohl sie es nicht sind.
Die Tabelle ist eine Arbeitsdefinition. Die Fachliteratur benutzt die Begriffe uneinheitlich. Entscheidend sind zwei Trennungen: TSS und hrTSS sind nicht dasselbe, und FTP ist nicht die Schwelle selbst, sondern eine Schätzung davon.
hrTSS und TSS sind dieselbe Grösse.
FTP ist deine Schwelle.
Was FTP als Zahl genau ist und wie der Test dazu abläuft, steht in einem eigenen Artikel — hier geht es nur darum, was ein falscher Anker mit der Belastungszahl macht.
2 · Was die Zahl berechnet
Die ganze Rechnung passt in eine Zeile:
Punkte = Stunden × Intensität² × 100
Dabei ist «Intensität» kein Messwert, sondern ein Verhältnis: deine aufbereitete Intensität geteilt durch deinen persönlichen Anker.
Damit stehen drei Rechenschritte übereinander, und jeder ist eine Entscheidung:
Und daraus folgt sofort etwas Unbequemes: Die Rechnung lässt sich nicht umkehren. Aus der fertigen Zahl kann niemand mehr herauslesen, ob sie aus einer langen ruhigen oder aus einer kurzen harten Einheit stammt. Zwei Angaben werden zu einer zusammengefasst, und dabei geht Information verloren — endgültig.
TSS misst deinen körperlichen Stress.
3 · Warum Intensität stärker zählt als Dauer
Das Quadrat in der Formel ist die eigentliche inhaltliche Entscheidung. Es bedeutet: Dauer zählt einfach, Intensität doppelt.
Zweimal dieselbe Verdopplung, zwei verschiedene Folgen. Doppelte Dauer verdoppelt die Zahl. Doppelte Intensität vervierfacht sie. Das ist reine Arithmetik der Formel, keine Messung.
Und hier ist die wichtigste Einordnung dieses Abschnitts: Die Quadrierung ist eine Konvention. Es wurde keine Arbeit gefunden, die den Exponenten 2 gegen andere Werte prüft — etwa gegen 1,5 oder 3. Die Wahl ist plausibel, weil harte Belastung tatsächlich überproportional beansprucht. Aber plausibel ist nicht geprüft.
Die Quadrierung bildet die tatsächliche Beanspruchung ab.
Beim klassischen leistungsbasierten Verfahren kommt noch eine zweite Gewichtung dazu: Normalized Power erhebt die Leistungswerte in die vierte Potenz, bevor sie gemittelt werden. Auch das gewichtet Spitzen stark über.
Normalized Power ist die Leistung, die dieselbe Beanspruchung erzeugt hätte.
Das ist die verbreitete Erklärung, und sie ist nicht belegt. Die früheste gefundene Fachbeschreibung nennt das Verfahren vorsichtig eine «brauchbare Alternative» zum einfachen Mittelwert — sie prüft es nicht. Normalized Power ist ein Rechenverfahren, das Schwankung stärker gewichtet. Mehr lässt sich darüber mit Beleg nicht sagen.
4 · Vier Einheiten, dieselbe Zahl
Weil zwei Angaben zu einer werden, können völlig verschiedene Einheiten dasselbe Ergebnis liefern. Das lässt sich vorrechnen:
Vier Einheiten, die physiologisch nichts miteinander zu tun haben, ergeben dieselbe Zahl.
Diese Werte sind nachgerechnet, nicht gemessen — eingesetzt in dieselbe Formel, die auch im Produkt steht. Sie gehören zu keiner Person. Und sie zeigen keinen Fehler der Formel: Es ist ihre Bauart.
Die vier Zeilen sind nicht austauschbar. Vier Stunden sehr locker beanspruchen den Kohlenhydratspeicher, die Muskulatur und den Kopf ganz anders als dreissig Minuten über der Schwelle. Die Zahl weiss davon nichts — sie kennt nur das Produkt aus Dauer und quadrierter Intensität.
Vier Rechtecke mit derselben Fläche. Lang und flach, kurz und hoch — die Fläche bleibt gleich. Genau so verhält sich die Formel: Sie sieht nur das Produkt, nicht die beiden Faktoren.
5 · Was «100» tatsächlich bedeutet
Der bekannteste Satz über diese Kennzahl lautet: Hundert Punkte sind eine Stunde an deiner Schwelle. Das stimmt — aber nicht aus dem Grund, den die meisten vermuten.
Setzt man eine Stunde und die Intensität 1 in die Formel ein, ergibt sich 1 × 1² × 100 = 100. Der Wert kommt heraus, weil der Faktor 100 gewählt wurde — nicht, weil eine Messung ihn ergeben hätte. Es ist eine Definition der Skalierung, genau wie «hundert Zentimeter sind ein Meter». Hätte man 50 gewählt, wären es 50.
Hundert Punkte sind eine biologische Einheit.
Und damit die Gleichung überhaupt zutrifft, müssen vier Dinge gleichzeitig gelten: dass dein Anker wirklich deine Schwelle trifft, dass die Intensitätsaufbereitung die Beanspruchung abbildet, dass das Quadrat die richtige Gewichtung ist, und dass du an diesem Tag deine übliche Schwelle hast. Keine dieser vier Voraussetzungen ist gesichert. Die erste ist beziffert falsch — dazu der nächste Abschnitt.
6 · Warum alles am Schwellenwert hängt
Der zweite Rechenschritt teilt deine Intensität durch deinen persönlichen Anker. Das klingt harmlos. Es ist die grösste Fehlerquelle der ganzen Konstruktion — und zwar aus einem mathematischen Grund.
Die Zahl ist proportional zu eins durch den Anker im Quadrat. Ein Fehler im Anker geht deshalb quadratisch ein.
Was das bedeutet, lässt sich vorrechnen. Dieselbe Stunde, derselbe Durchschnittspuls von 150 — nur die angenommene Schwelle wechselt:
Dieselbe Stunde, derselbe Puls — 88 oder 69, je nachdem, welche Schwelle angenommen wird. Zwischen 160 und 180 Schlägen liegen knapp 13 Prozent; in der Zahl werden daraus über 20 Prozent. Auch diese Werte sind nachgerechnet, nicht gemessen.
Ein Ankerfehler wird nicht weitergereicht — er wird verstärkt. Zehn Prozent daneben ergeben 17,4 Prozent Abweichung in der Zahl. Die Kurve ist gerechnet, nicht gemessen.
Und die Verschiebung ist systematisch, nicht zufällig:
Ein etwas ungenauer Schwellenwert macht wenig aus.
Und wie gut trifft der Anker?
Für die leistungsbasierte Variante gibt es dazu eine Untersuchung. Bei 11 trainierten Radfahrern und Triathleten im Labor wurde der aus einem 20-Minuten-Test abgeleitete Wert gegen einen physiologischen Bezugspunkt gestellt:
Der übliche Faktor lag im Mittel 12 Watt daneben; der individuell passende lag eher bei 91 statt 95 Prozent. Bei einer Schwelle von 250 Watt sind 12 Watt rund 5 Prozent — und über die Rechnung oben werden daraus rund 9 Prozent Verschiebung jedes einzelnen Belastungswerts. Einschränkung: 11 Personen, ausschliesslich männlich, und die Arbeit setzt einen Bezugspunkt voraus, über den die Fachwelt selbst streitet.
Zuverlässig ist nicht dasselbe wie richtig
Hier lohnt eine Unterscheidung, die oft übersprungen wird. Derselbe 20-Minuten-Test ist nämlich sehr zuverlässig: Bei 25 trainierten Radfahrern lag der Variationskoeffizient bei 2,9 Prozent, die Übereinstimmung bei 0,97.
Diese beiden Befunde widersprechen sich nicht — sie messen Verschiedenes. Der eine sagt: Der Test liefert wiederholbar denselben Wert. Der andere sagt: Dieser Wert liegt systematisch neben dem physiologischen Bezugspunkt. Zuverlässig falsch ist möglich. Zuverlässigkeit ist eine Eigenschaft des Tests, Gültigkeit eine Aussage über das, was er trifft.
Weil der Test so zuverlässig ist, stimmt der Wert.
Dazu kommt: Der Anker ist selbst ein umstrittenes Konstrukt. Ob der Punkt, den er schätzen soll, überhaupt der richtige Bezugspunkt ist, ist in der Fachwelt offen — und er schwankt von Tag zu Tag und veraltet mit dem Trainingszustand. Was ein solcher Punkt physiologisch ist, behandeln zwei eigene Artikel.
Trainingsintensität verstehen →
FTP ist dasselbe wie die maximale Laktat-Steady-State-Leistung.
7 · Was Sumenia tatsächlich rechnet
Und jetzt eine Offenlegung, die in diesen Artikel gehört.
Sumenia rechnet keinen TSS. Sumenia rechnet hrTSS — dieselbe Formel, aber mit dem Puls als Eingangsgrösse statt der Leistung.
In src/engine.mjs steht die Rechnung wörtlich: Jeder Pulswert wird durch
eine Schwellen-Herzfrequenz geteilt, das Ergebnis quadriert, über die Zeit aufsummiert
und mit 100 skaliert. Normalized Power, Intensity Factor aus Watt und FTP
kommen in dieser Datei nicht vor.
Das ist kein Fehler, sondern eine Sachlage. Wer keinen Leistungsmesser hat, hat trotzdem einen Puls, und eine pulsbasierte Variante ist die naheliegende Wahl. Die Grenze liegt woanders: Für diese konkrete pulsbasierte Variante wurde in der geprüften Fachliteratur keine eigene Validierung gefunden — keine Arbeit, die sie gegen die leistungsbasierte Variante oder gegen ein Ergebnis prüft.
Die pulsbasierte Variante ist wissenschaftlich gleichwertig zur leistungsbasierten.
Warum die Übertragung nicht selbstverständlich ist
Es gibt einen mathematischen Bruch, der selten benannt wird. Die Leistung beginnt bei null, die Herzfrequenz nicht.
Eine Intensität von 0,5 heisst bei der Leistung: die halbe Schwellenleistung — also tatsächlich halb so viel Arbeit. Beim Puls heisst dieselbe 0,5 einen Herzschlag, den man im Sitzen fast erreicht. Derselbe Quotient bedeutet in beiden Fällen etwas anderes, weil die eine Grösse einen Nullpunkt hat und die andere einen Ruhewert. Es wurde keine Arbeit gefunden, die diese Übertragung prüft.
Dieselbe Formel, zwei verschiedene Eingänge. Links das, was du geleistet hast. Rechts das, was dein Körper daraus gemacht hat. Kein Rangverhältnis — die Frage ist nicht, welcher Weg besser ist, sondern welche Ebene er beschreibt.
Zwei weitere Dinge, die offen dastehen sollten
Erstens: Woher die Schwelle kommt. Liegt kein Wert im Profil, schätzt Sumenia die Schwellen-Herzfrequenz aus der Einheit selbst — aus dem besten 30-Minuten-Mittel, ersatzweise 20 oder 60 Minuten. Der Code benennt die Falle darin selbst und ausdrücklich: Eine Schwelle, die aus derselben Einheit stammt, ist keine Schwelle. Er belegt das mit einem realen Fall, in dem eine lockere Stunde bei Puls 110 auf 85 Punkte kam. Genau deshalb greift ohne Profilwert der dauerbasierte Weg.
Zweitens: Was ohne Pulsdatei passiert. Dann rechnet Sumenia mit einem angenommenen Intensitätsfaktor je Sportart — Rad 0,70, Lauf 0,75, Kraft 0,65, Mannschaftssport 0,68. Das ist eine offen deklarierte Näherung, und die Herkunft der Zahl fährt in den Daten mit: Eine geschätzte Last darf in der Kurve nicht aussehen wie eine gemessene.
Warum das hier steht: Weil dieselbe Zahl in die langsame Kurve eingeht, die anderswo «Fitness» heisst. Jede Ungenauigkeit von hier wandert dorthin weiter — quadratisch, wie oben gezeigt. Was die Kurve daraus macht, steht in einem eigenen Artikel.
8 · Was die Zahl sinnvoll leisten kann
Nach sieben Abschnitten voller Einschränkungen die Gegenfrage: Wozu dann überhaupt?
Die Antwort ist bemerkenswert, und sie unterscheidet diese Kennzahl von manch anderer: Für die Belastungssumme über mehrere Wochen gibt es tatsächlich einen geprüften Zusammenhang mit der Leistungsentwicklung.
Bei 15 gut trainierten Wettkampfradfahrern über eine zehnwöchige Vorbereitungsphase, mit Labortests davor und danach, hing die aufsummierte Belastung mit der Veränderung der Schwellenleistung zusammen: r = 0,75 (95 % 0,31–0,93) bei der einen und r = 0,79 (0,40–0,94) bei der anderen geprüften Schwelle.
Fünf Einschränkungen gehören zu diesen Zahlen, und ohne sie dürfen sie nicht zitiert werden. Erstens: Es sind 15 Personen — die Vertrauensintervalle sind entsprechend weit, das untere Ende liegt bei 0,31. Zweitens: Es geht um die Summe über zehn Wochen, nicht um einen einzelnen Wert. Drittens: Radsport, männlich, wettkampforientiert. Viertens: Die Zielgrösse ist eine Schwellenleistungsänderung, nicht «Fitness». Fünftens: Die Autoren schliessen zugunsten individualisierter Verfahren — ein pulsbasiertes Verfahren mit persönlichem Laktatprofil schnitt in derselben Arbeit noch etwas besser ab.
Das ist ein Zusammenhang, keine Vorhersage — und er gilt der Summe über Wochen, nicht der Zahl von heute Abend.
Was die Zahl darüber hinaus leistet, ist unspektakulär und trotzdem wertvoll:
Die Regel dahinter: Lies die Summe und den Verlauf — nicht den Einzelwert und schon gar nicht den Wert einer anderen Person.
9 · Was die Zahl nicht wissen kann
In die Rechnung gehen genau zwei Dinge ein: wie lange und wie hart im Verhältnis zum Anker. Alles andere fehlt — nicht, weil es vergessen wurde, sondern weil es nie erhoben wurde.
TSS misst deine Ermüdung.
Bei so und so vielen Punkten brauchst du so und so viele Stunden Erholung.
TSS misst deine Anpassung oder deine Fitness.
TSS schützt vor Übertraining oder Verletzungen.
Für keine dieser vier Aussagen wurde eine Untersuchung gefunden, die sie prüft. Zum letzten Punkt gehört ein zusätzlicher Befund: Ein systematischer Überblick über zwölf Studien im Ausdauersport hält fest, dass keine dieser Studien überhaupt innere Belastungen berichtete.
Drei Fälle, in denen ähnliche Zahlen Verschiedenes bedeuten
Erstens: Schwankung erhöht die Zahl. Zwei Stunden mit derselben mittleren Intensität von 0,75 ergeben je nach Verlauf verschiedene Werte — gleichmässig 112,5, aber aufgeteilt in eine lockere und eine harte Stunde 125,0. Gleicher Mittelwert, rund 11 Prozent mehr Punkte. Das Quadrat bestraft Schwankung; bei der leistungsbasierten Variante mit ihrer vierten Potenz noch stärker. Auch das ist nachgerechnet, nicht gemessen.
Zweitens: Rennen werden anders bewertet als Training. Bei 21 Profiradfahrern über vier Jahre und 11 655 Einheiten unterschied sich die leistungsbasierte Belastungszahl zwischen Training und Rennen um 120 Prozent — während drei andere Belastungsmasse derselben Einheiten nur um 73, 67 und 68 Prozent auseinanderlagen. Der Grund ist genau der Mechanismus von eben: Rennen sind variabler, und die Quadrierung schlägt bei Schwankung stärker aus.
Und hier ein Schluss, der oft zu schnell gezogen wird. Alle vier Masse in dieser Arbeit korrelierten fast perfekt miteinander — und hatten trotzdem signifikant verschiedene Steigungen. Zwei Grössen können nahezu perfekt korrelieren und trotzdem systematisch auseinanderlaufen, sobald sich der Zusammenhang ändert. Hohe Korrelation ist nicht Austauschbarkeit.
Weil die Belastungsmasse hoch korrelieren, sind sie austauschbar.
Drittens: Was für die Gruppe gilt, gilt nicht für dich. Bei zehn Personen im Handbike-Training lag der Zusammenhang zwischen der äusseren und der inneren Belastung auf Gruppenebene bei r = 0,81 bis 0,85 — auf der Ebene der einzelnen Person aber zwischen r = 0,48 und r = 0,99. Einschränkung: zehn Personen, eine sehr spezielle Population.
Ein Gruppenmittel ist keine Individualregel. Dass ein Zusammenhang über viele Menschen hinweg gilt, sagt nicht, wie stark er bei dir ist.
Und: Die Zahl ist nicht sportartenneutral
Die Formel stammt aus dem Radsport, wo die Leistung direkt messbar und der Anker etabliert ist. Die gesamte gefundene Validierungsliteratur kommt von dort. Für Laufvarianten, Schwimmvarianten und Krafttraining wurde keine peer-reviewte Validierung gefunden.
Dieselbe Punktzahl bedeutet in jeder Sportart dasselbe.
Eine Metrik wird nicht sportartenneutral, nur weil sie eine Zahl ohne Einheit ausgibt.
10 · Was offen bleibt
Ein ehrlicher Artikel nennt auch, was er nicht beantworten kann:
- Woher stammt die Formel? In der geprüften Fachliteratur liess sich keine peer-reviewte Originalarbeit finden, die diese Kennzahl, Normalized Power oder den Intensity Factor einführt oder erstmals herleitet. Sie erscheinen dort durchgängig als bereits gegeben.
- Warum das Quadrat, warum die vierte Potenz, warum dreissig Sekunden? Für keine dieser Festlegungen wurde eine prüfende Arbeit gefunden.
- Wurde die pulsbasierte Variante je geprüft? Keine Arbeit gefunden — weder gegen die leistungsbasierte noch gegen ein Ergebnis.
- Gilt die Ankernormierung für den Puls gleichermassen? Der Nullpunktunterschied aus Abschnitt 7 wurde nicht geprüft gefunden.
- Ab welcher Ankerabweichung wird die Zahl praktisch unbrauchbar? Die Fortpflanzung ist berechenbar, eine Brauchbarkeitsgrenze ist es nicht.
- Und Frauen? Die tragenden Arbeiten sind männlich oder werten nicht geschlechtsgetrennt aus.
TSS hat keine wissenschaftliche Grundlage.
Das wäre der falsche Schluss, und er ist ausdrücklich nicht gemeint. Der erste Punkt oben betrifft die Definition — nicht die Anwendung. Für die Anwendung existiert sehr wohl peer-reviewte Literatur, und ein Teil davon steht in Abschnitt 8. Gesucht wurde ausserdem nur in Fachdatenbanken, nicht in Büchern, Handbüchern oder Firmenunterlagen, und genau dort ist die Definition zu vermuten.
Nicht gefunden heisst nicht nicht vorhanden. Und eine fehlende Definitionsarbeit ist etwas anderes als eine fehlende Prüfung.